Hätten Sie's gewusst? Die Biersorten im Vergleich

Pils, Helles, Weizen – diese Biersorten kennt jeder. Doch was unterscheidet eigentlich eine Berliner Weisse von einem Schwarzbier? Was ein Bockbier von einem Lager? Was macht Rauchbier und Märzen so besonders? Ist Dunkelbier tatsächlich dunkel? Wie verschieden sind Kölsch und Alt? Und ist Ale überhaupt ein Bier? Auf diese Fragen finden Sie hier Antworten. Grundzutaten aller Biersorten sind Hopfen, Malz, Hefe und Wasser. Durch die Wahl des Getreides – in der Regel Gerste oder Weizen – und den verfolgten Brauprozess entwickeln sich die Durstlöscher geschmacklich unterschiedlich. So entsteht eine große Vielfalt an Bieren – in kaum einem anderen Land gibt es so viele verschiedene Biersorten zu entdecken wie in Deutschland. Kein Wunder, dass Deutschland in der Welt als die Biernation schlechthin angesehen wird.


Alkoholfreies Bier

Alkoholfreies Bier

Gesetzlich gilt die Bezeichnung "alkoholfrei" für Biere mit weniger als 0,5% Vol. Alkohol (es gibt inzwischen auch alkoholfreies Bier mit 0,0%). Es ist seit Jahren stetig wachsend und längst in den unterschiedlichsten Sorten erhältlich. Das liegt nicht nur an schärferen Gesetzen für Alkohol im Straßenverkehr: Alkoholfreie Bier sind isotonisch und somit ideale Getränke für Sportler: Sie geben dem Körper Stoffe, die er durchs Schwitzen verloren hat, schnell und direkt zurück.

Alt

Alt

Beim Alt bedeutet der Name nicht, dass das Bier alt oder besonders lange gelagert ist, sondern vielmehr, dass dieses Bier nach alter Brautradition hergestellt ist. Altbier ist obergärig. Das bedeutet, dass die Hefe nach der Fermentation als sogenannter Gest auf der Oberfläche des Jungbiers schwimmt. Je nach Rezept kann es hopfen-bitter bis malzig-süß sein. Seine Farbe ist dunkel bernsteinfarben. So wie die Kölner ihr Kölsch lieben, schwört man am Niederrhein auf Altbier. In Düsseldorf ist die Altbiertradition besonders lebendig, nicht zuletzt wegen der vielen Hausbrauereien in der Altstadt.

Berliner Weisse

Berliner Weisse

Die Berliner Weisse ist ein sehr spritziges, obergäriges, hefetrübes und lange gelagertes Bier. Durch die Zugabe von Milchsäure-Bakterien während der Gärung schmeckt es recht säuerlich. Meist wird die Weisse mit einem Schuss Himbeer- oder Waldmeistersirup genossen. Berliner Weisse hat einen niedrigen Alkoholgehalt von unter 3%.

Bock Bier

Bock

Bockbier gehört zur Familie der Starkbiere. Es sind vollmundige, in der Regel untergärige Biere, mit einer Stammwürze <16% und einen Alkoholgehalt von über 6% (Doppelbock mit der Endung "-ator" sogar über 7% und Stammwürze < 18%) und eine Stammwürze von mindestens 16 Prozent aufweisen. Oft gelten sie noch als Fastenbiere und werden meist in der kälteren Jahreszeit ausgeschenkt.

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