So reichen Sie jedem das Wassermineralwasser-glas-zum-essen.jpg

In Zeiten von gesteigertem Gesundheitsbewusstsein und Hinwendung zu natürlichen, nachvollziehbaren Lebensmitteln nimmt Mineralwasser auch in der Gastronomie eine immer wichtigere Rolle ein. Längst gehört die Flasche Mineralwasser bei vielen Gästen zur ersten Bestellung, oft noch bevor die Speise- oder Weinkarte zur Hand genommen wird. Wir haben die wichtigsten Infos rund um Mineralwasser in der Gastronomie für Sie und Ihre Servicemitarbeiter gesammelt.

Weitere Infos über Mineralwasser (darunter ein großer Vergleich aller Marken) finden Sie in unseren GEFAKO Wasserwelten.


Warum überhaupt Mineralwasser?

Mit Mineralwasser bieten Sie Ihren Gästen ein natürliches, sicheres Produkt in bester Qualität:

  • Mineralwasser muss per Gesetz aus unterirdischen und vor Verunreinigungen geschützten Quellen kommen und ist das einzige Lebensmittel, das eine amtliche Anerkennung benötigt

  • Es wird nicht "hergestellt", sondern abgefüllt – und zwar genau so, wie es aus der Erde sprudelt. Lediglich Kohlensäure darf hinzugefügt werden und Eisen, Schwefel und Mangan entfernt werden.

  • Jede Quelle hat ihre spezifische Mineralisierung, die wie ein Fingerabdruck einmalig ist. Sie schenkt dem Wasser seinen Charakter und ganz eigenen Geschmack.

  • Hohe Hygienestandards in den Brunnenbetrieben sorgen dafür, dass dieses Naturprodukt in verlässlicher, stets einwandfreier Qualität genossen werden kann.

Das passende Mineralwasser für Ihr Konzept:

Die Welt der Mineralwässer ist groß und vielfältig und es gibt für jedes Gastro-Konzept die passende Quelle:

  • Gastronomen, die für regionale Küche stehen, sollten auch beim Mineralwasser auf heimische Brunnen setzen. Diese vermitteln den Gästen Regionalität und Vertrauen.

  • Cafés bieten am besten leicht mineralisierte Wässer an. Diese passen gut zu Süßspeisen und Kaffee.

  • Sportheime und Ausflugslokale können hingegen mit Quellen punkten, die mit viel Calcium, Natrium oder Magnesium die Mineralstoffvorräte ihrer Gäste wieder auffüllen.

  • Gehobene Restaurants mit umfangreicher Weinkarte haben idealerweise verschiedene Sorten zur Auswahl, die in Mineralisierung und Kohlensäuregehalt mit den angebotenen Weinen harmonieren.

  • Wer sich besonders abheben will, punktet mit einer eigenen Mineralwasserkarte, die ähnlich wie bei einer Weinkarte unterschiedliche Wässer mit ihren besonderen Eigenschaften vorstellt und so die Gäste neugierig macht.

Wir GEFAKO Getränkespezialisten sind erfahrene Mineralwasserexperten und beraten Sie gerne bei der Auswahl des für Ihre Karte besten Mineralwassers. Fordern Sie uns!


So verkaufen Sie richtig:

Mineralwasser hat sich in den letzten 40 Jahren vom Luxusgut zum Grundnahrungsmittel entwickelt. Gut 150 Liter trinkt jeder Deutsche durchschnittlich im Jahr, zehnmal so viel wie noch in den 70er-Jahren. Trotzdem oder gerade deswegen empfiehlt es sich, Ihr Mineralwasser möglichst hochwertig zu inszenieren:content-aktuelles-gastro-wissen-mineralwasser-mineralwasserkarte.jpg

  • In der Getränkekarte: Hier sollte nicht einfach nur "Wasser" oder "Flasche Mineralwasser" stehen. Schreiben Sie stattdessen "Natürliches Mineralwasser" und nennen Sie den Namen der Marke und den Quellort. So bekommt dieses hochwertige Naturprodukt ähnlich wie beim Wein oder Bier eine Auslobung, die Lust (und Durst) macht.

  • Bei der Bestellung: Fragen Sie die Gäste schon zu Beginn, ob es eine Flasche Mineralwasser zum Start sein darf. Bieten Sie auch die passende Auswahlmöglichkeit zwischen Wässern mit und ohne Kohlensäure an.

    content-aktuelles-gastro-wissen-mineralwasser-einschenken-restaurant.jpg

  • Beim Einschenken: Unterstreichen Sie die Wertigkeit des Produktes durch die passenden Gläser. Ein eigenes Wasserglas (zum Beispiel ein attraktives Stielglas) wirkt deutlich professioneller und edler als ein mit großen Logos bedrucktes Cola-Glas. Viele Mineralbrunnen haben eine eigene Gläserausstattung mit dezentem Branding. Wir beraten Sie gerne!


  • Außerdem sollte das Glas absolut geruchsfrei sein, da bei Mineralwasser fremde Gerüche und Geschmacksnuancen deutlich stärker wahrgenommen werden als z.B. bei einer Limonade.

Das ist Gesetz:

Mineralwasser ist eines der wenigen Lebensmittel, bei dem Sie als Gastronom keine Verantwortung für die Qualitätskontrolle haben. Es muss per Gesetz ursprünglich rein sein und wird unter hygienisch sicheren Bedingungen abgefüllt und verschlossen.

Darum muss es auch in einer original verschlossenen Flasche an den Tisch gebracht werden. Ein "Glas Mineralwasser" kann und darf es folglich auf keiner Karte geben. Bereits hinter der Theke geöffnete Flaschen kann der Gast mit Recht zurückgehen lassen.

Zelebrieren Sie das Öffnen der Flasche am Tisch und beweisen Sie damit Fachkenntnis und Transparenz.


Das hat Stil:mineralwasser-flaschen-das-hat-stil-gastrowissen-mineralwasser.jpg

Speziell für Hotellerie und Gastronomie bieten viele Mineralbrunnen eigene Designflaschen an. Diese vermitteln Exklusivität und Stilbewusstsein und schmücken jeden Tisch. Sie unterstreichen zudem die Wertigkeit des gastronomischen Angebotes.

Die Gäste erwarten im Restaurant etwas Besonderes und wollen nicht die gleiche Flasche sehen, die sie aus dem Supermarkt kennen. Wer "Billigwasser" serviert muss sich von kritischen Gästen fragen lassen, ob auch bei anderen Zutaten (wie z.B. Fleisch) gespart wird.

Bieten Sie die Gastro-Gebinde möglichst in verschiedenen Größen an (z.B. 0,75 und 0,25 L), wir stellen Ihnen gerne unser Sortiment an schicken Gastro-Exklusivflaschen vor.


…und das geht gar nicht:mineralwasser-glas-mit-zitrone.jpg

Wer ein Mineralwasser bestellt, will gezielt das unverfälschte Geschmackserlebnis eines natürlichen Lebensmittels genießen. Zugaben, die diese Wahrnehmung beeinträchtigen, haben daher im Mineralwasser nichts verloren. Verzichten Sie daher auf diese No-Gos (es sei denn, der Gast verlangt ausdrücklich danach):

  • Zitronenscheibe: Früher durchaus üblich, ist die Zitrone im Wasserglas heute nicht mehr aktuell. Sie verfälscht den Geschmack und ist zudem auch aus hygienischen Gründen nicht zu empfehlen.

  • Eiswürfel: Sie werden aus Leitungswasser hergestellt und verändern die Struktur und auch den Geschmack des Mineralwassers. Außerdem kühlen sie es zu sehr herunter. Mineralwasser, das unter der optimalen Trinktemperatur (10 °C) liegt, wird langsamer getrunken und damit auch weniger nachbestellt.

Gut zu wissen:

Wir haben noch ein paar Fragen gesammelt, die immer wieder aufkommen und die nicht jeder auf Anhieb beantworten kann:

  • Ist Tafelwasser besser als Mineralwasser?
    Nein! Obwohl das Wort "Tafelwasser" Assoziationen zu festlich gedeckten Tischen weckt, ist es kein "besseres Mineralwasser". Im Gegenteil: Tafelwasser benötigt keine amtliche Anerkennung, muss nicht aus unterirdischen Quellen kommen und kann industriell produziert werden. Hierfür wird häufig Leitungswasser aufbereitet und mit Mineralstoffen und Kohlensäure versetzt. Anders als Mineralwasser muss Tafelwasser nicht in Flaschen abgefüllt werden und kann darum auch Glasweise ausgeschenkt werden (z.B. aus der Zapfanlage).

  • Passt Mineralwasser zum Wein?
    Ja, unbedingt! Natürliches Mineralwasser kann die geschmacklichen Eigenschaften des Weines noch hervorheben, der Mineralstoff Hydrogencarbonat puffert die Säure im Magen.

    content-aktuelles-gastro-wissen-mineralwasser-wasser-zum-wein.jpg

    Als Begleiter zum Wein eignen sich am besten sehr ausgewogen mineralisierte Wässer, bei denen kein Mineralstoff dominiert. Mineralwässer mit einer Gesamtmineralisation zwischen ca. 500 bis 1.500 mg/l passen meist besonders gut zu säurebetonten Weißweinen.

    Während jene säurebetonten Weißweine sehr gut mit einem leicht karbonisierten Medium-Mineralwasser harmonieren, genießt man Rotwein am besten mit einem stillen Mineralwasser ohne Kohlensäure.

    Als Aperitif bietet sich übrigens ein Mineralwasser mit viel Kohlensäure an. Dieses regt den Magen an und sorgt dafür, dass alkoholische Getränke langsamer ihre Wirkung entfalten. Wer zudem zu jedem Glas Wein ein Glas Mineralwasser trinkt, wacht am Morgen danach deutlich frischer auf.

  • Gibt es ein Anrecht auf ein kostenloses Glas Wasser?
    Nein! Immer wieder kommt das Gerücht auf, der Gastronom müsse den Gästen kostenlos ein Glas Leitungswasser anbieten. Es gibt ein entsprechendes Gesetz in Frankreich, nachdem es in der Gastronomie eine kostenlose Karaffe Leitungswasser zu Speisen serviert werden muss. In Deutschland existiert eine solche Regelung nicht und jeder Gastronom kann frei entscheiden, ob dieser Service Sinn macht. Ein kostenloses Glas Wasser zur Medikamenteneinnahme gehört sicherlich zum guten Ton, eine Pflicht besteht aber nicht.

  • Wird der Wassermarkt von großen Konzernen dominiert?
    Nein – zumindest nicht bei uns. Deutschland ist ein Mineralwasserland, hier gibt es über 200 Brunnenbetriebe und eine weltweit einzigartige Mineralwasserkultur. Während in den meisten anderen Ländern der Wassermarkt von einer Handvoll Konzerne dominiert wird, sind die deutschen Mineralbrunnen meist regional aufgestellte, mittelständische Betriebe.


Weitere Informationen finden Sie auch unter:
www.mineralwasser.com
die offizielle Homepage der Informationszentrale Deutsches Mineralwasser (IDM).

(Bildquelle: Informationszentrale Deutsches Mineralwasser IDM, Colourbox)