Wichtige Ergebnisse zu der Ausgeh-Umfrage 2017

Ausgeh-Umfrage von virtualnights.com
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Trend 1: Zuhause geht es los - Potenzial für die Gastronomie?

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So, wie es immer heißt, dass der beste Ort auf einer Party die Küche sei, so kann man 2017 sagen: Der beste Start in den Abend findet zu Hause statt. 72% der Befragten geben an, dass ein Ausgehabend im privaten Raum, sprich in der eigenen Wohnung oder bei Freunden, beginnt. Direkt in die Gastronomie gehen nur 16% der Befragten (12% Bar/Kneipe, 3% Restaurant, 1% Club).

Kai Brökelmeier, Geschäftsführer von Brandfit Ltd., dem Unternehmen hinter dem Portal virtualnights.com rät dazu, Alternativen zum heimischen Start in den Abend zu schaffen: Zum Beispiel Arrangements für Freundesgruppen. Tatsächlich gehen 46% der Befragten am liebsten in einer Gruppe von vier oder mehr Personen aus. Dies zeigt, dass Ausgehen weiterhin eine Aktivität im Freundeskreis ist. Wer solche Gruppen identifiziert und ihnen zum Beispiel ein Arrangement für den nächsten Besuch offeriert, der zieht sie zu sich.

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Trend 2: Ohne Social Media geht gar nichts mehr

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Eigentlich kann man es auf einen Satz eindampfen: Wer in sozialen Netzwerken, namentlich auf Facebook, nicht mitmischt, findet für die Millennial-Zielgruppe nicht statt. Für 80% (Vorjahr: 68%) ist es die primäre Informationsquelle, wenn es um Events und Locations geht.

Immerhin: 11% (fast doppelt so viele wie 2016) nutzen die Webseite der Location, um sich über Veranstaltungen zu informieren. Der Rest spielt mit 9% (Stadtmagazinen, Newslettern, Plaketen und Co.) eher eine Nebenrolle.

Ideal ist das Zusammenspiel zwischen Webseite und Social-Media-Kommunikation.

Der eigene Online-Auftritt beitet mehr Möglichkeiten, sich in Wort und Bild zu präsentieren, die Facebookseite ist für die schnelle und aktuelle Information ideal. Diese Kombination ist deutlich besser als nur eine Facebookseite zu betreiben, was leider immer mehr Gastronomien tun.



Trend 3: Budget ist vorhanden!

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Kein unwichtiger Punkt: Die Bereitschaft, beim Ausgehen Geld auszugeben, ist durchaus vorhanden. Und steigt!  2017 sind es 60% (im Gegensatz zu 55% in 2016). Davon geben 33% 30 bis 50 Euro  (2% mehr als 2016) und 27% geben 20 bis 30 Euro (3% mehr als 2016) als persönliches Budget an.

"Auch eine erfreuliche Tendenz für die Branche", kommentiert Kai Brökelmeier. Allerdings geht - das liegt an den Ausgehpräferenzen - ein Großteil in große Events. Wer von der Ausgabebereitschaft der Zielgruppe profitieren will, muss ihr gute Gründe geben. "Ich muss meinen Gästen etwas bieten. Neben tollem Service und einer ansprechenden Location sind das zweifellos auch die Getränke. Auch hier muss ich bereits sein, mich zu verändern, schnell zu reagieren und zu experimentieren. Millennials sind nicht nur bereit dafür, überrascht zu werden, sie fordern es geradezu ein."



Trend 4: Festivals und Open Airs bleiben beliebtestes Ausgehziel

Ausgeh-Umfrage von virtualnights.com
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54 % sagten es 2016, 52% sagen es 2017: "Ich gehe am liebsten auf Festivals und Open Airs". Clubs und Discotheken folgen erneut auf Platz zwei (29% 2017, 24% 2016) und Bars/Kneipen landen wieder auf dem dritten Platz (12% 2017, 17% 2016).

Diesem Trend, der sich stabilisiert, trägt die steigende Anzahl von Musikfestivals in Deutschland Rechnung - mehr als 500 sind es schon. Und ebenso der Innovationsgrad der Events: "Die Veranstalter haben gelernt, dass man in einer Welt, in der die Zielgruppe in Sachen Innovation sehr verwöhnt ist - ständig gibt es neue Smartphones, ständig neue Serien auf Netflix, Fitness-Studios fahren ständig neue Programme auf - regelmäßig Neues bieten muss." Deswegen werden die Bühnen größerer Festivals jedes Jahr umgestaltet und wird das Lineup noch besser - und das, so Brökelmeier, erwarten die Gäste für die hohen Eintrittspreise.

Die Gastronomie, so beobachtet er, mische zum Teil schon in Form eigener Veranstaltungen mit - zum Beispiel auf Streetfood - oder Stadtteilfesten und in einigen Fällen auch mit eigenene Events. "Wer das noch nicht tut, sollte spätestens jetzt prüfen, ob und wie er dabei sein kann", ist sein Tipp. Denn den Trend zu großen Events sieht er langfristig - 2016 hat sein Unternehmen mit "Festivalfire" (www.festivalfire.de) sogar einen eigenene Vermarkter für Open Airs gegründet.



Trend 5: Geflirtet wird gerne wieder im "third place", der Gastronomie

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Das sah im Vorjahr etwas anders aus: Sagten 2016 noch 44% der Befragten, dass sie zum Flirten vor allem Dating-Apps wie Tinder oder Lovoo nutzten, sind es 2017 nur noch 30%.

Im Umkehrschluss: 70% sagen, dass Clubs und Co. der beste Ort seien, um jemanden kennenlernen udn flirten zu können. "Das ist für die Gastronomie natürlich ein positives Signal. Als "Ort der Begierde" ist sie zurück im Geschäft", erklärt Kai Brökelmeier, Geschäftsführer von Brandfit Ltd.

Und es zeigt auch: Digitale Trends kommen und gehen, doch wer "analoge" Alternativen zu bieten hat, kann durchaus in der Zielgruppe punkten. Ideal ist es, beide Welten miteinander zu vereinen: Wer sich als Ort positionieren kann, an dem es sich besonders gut flirten lässt und dieses auch in sozialen Netzwerken kommuniziert, der holt möglichweise diejenigen zu sich, die nach digitalem Erstkontakt einen guten "Spot" fürs Kennenlernen suchen.



Trend 6: Es wird wieder häufiger ausgegangen!

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Auch diese Kennzahl dürfte Gastronomen freuen: Die Ausgehfrequenz hat zugenommen. Einmal pro Woche wird wieder am häufigsten genannt; 35% (Vorjahr 28%) geben es an. Zweimal pro Woche geben ebenfalls 35% an; das waren im Vorjahr nur 27%. Entsprechend sinkt die Zahl derer, die nur zweimal im Monat (oder seltener) abends vor die Türe treten, von 36% auf 26%.

Insgesamt zeichnet "going out 2017" mit mehr Budget, häufigerem Ausgehen und der Tatsache, dass Gastronomien wieder gerne zum Flirten und Kennenlernen besucht werden, ein positives Bild. Nun ist es an den Betrieben selbst, diese Tendenzen für sich nutzbar zu machen.


Quelle und Copyright: Brandfit Ltd. (www.brand-fit.de)